Vettel verliert in letzter Runde
Sebastian Vettel war der dominierende Mann beim Grand Prix von Montreal. Doch den Sieg beim Formel 1-Rennen holte sich ein anderer. In der letzten Runde schlug die Stunde von Jenson Button.
Im spektakulären Rennen behielt Vettel lange die Nerven. Von Pole gestartet setzte er sich im Regen schnell von der Konkurrenz ab. Eine Safety Car-Phase ließ das Feld wieder zusammen rücken. Doch nach dem Neustart machte der Deutsche da weiter, wo er aufgehört hatte. Gas geben und Vorsprung rausfahren.
Ehe wieder das Safety Car rauskam und das Rennen unterbrochen werden musste. Nach heftigem Regen stand die Strecke zentimeterweise unter Wasser. Die Gefahr von Unfällen war zu groß. Erst nach über zwei Stunden wurde der Grand Prix doch nochmal neu gestartet.
Mit gleichem Bild: Vettel fuhr alle in Grund und Boden. Die Konkurrenz sah nur die Rücklichter. Im gesamten Rennverlauf hatte sich der Deutsche über 25 Sekunden heraus gefahren. Doch das zählte alles nichts, als einige Runden vor dem Ende erneut das Safety Car rauskam und die Konkurrenz wieder in Vettels Heckspitze lauerte.
Allen voran Button, der zum Rennende die besseren Reifen hatte, zu Vettel aufschloss und ihn unter Druck setzte. Der wehrte sich mit allen Mitteln und machte dann doch noch den einzigen Fehler des Rennens. Nachdem er sich verbremst hatte, zog Button wenige Kurven vor dem Zielstrich vorbei und feierte den Sieg.
Dritter wurde Mark Webber vor Michael Schumacher, der sich bei widrigen Bedingungen behauptete. Da Vettels größte WM-Rivalen Lewis Hamilton und Fernando Alonso ausschieden, konnte er seinen Vorsprung in der WM-Wertung trotzdem ausbauen.